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Geschichte
  
 

Unsere Vereinsgeschichte im Zeitraffer

 
 
1871   R. Altenpohl, R. Jansen, F. Pixberg, G. Betz, O. Jäger, O. Reinshagen, A Braunschweig, C. Claß, A. Rosenkranz, R. Felde, W. Kuhlen, F. Sievert, W. Finger, W. Leverkus, E. Schmidt, E. Gommann, R. Müller, F. Stallmann, E. Hasenpflug, E. Mebus, F. Witte und F. Honsberg gründen am 15. Juli den Hastener Turnverein 1871 eV.
     
1872   Der Verein tritt dem freiwilligen Vorturnerverband für Rheinland und Westfalen und dem Bergischen Turngau bei.
     
1873   Die Hastener Bevölkerung stiftet dem HTV eine Vereinsfahne. Übergabe und Weihe finden am 3. August 1873 statt.
     
1877   Erstmals liegt die Durchführung des Gauturnfestes in unseren Händen. Es wird auf dem Platz vor der Kirche absolviert.
     
1888   Erste Krise und Rückläufigkeit der Turnbewegung durch Mangel an Turnwarten und noch fehlende Übungsstätten.
     
1889   Erneut tritt der Hastener Turnverein als Ausrichter des Gauturnfestes auf dem Platz an der Kirche auf.
     
1890   Die seit 1888 anhaltende Krise wird überwunden dank der Idealisten: Rudolf Drees, Fritz Mesenhöller, Rudolf Wirtz, Karl Röntgen, August Diederichs, Wilhelm Röntgen, Otto Epe, Eugen Reichenberg, Karl Putsch, Lehrer Knauer, Reinhard Mesenhöller, Walter Mesenhöller und Wilhelm Putsch.
     
1893   Es wird der Turnhallenfond gegründet. Eine Alters- und Jugend-, sowie eine Sport- und Spielabteilung werden ins Leben gerufen.
     
1894   Karl Grüber gründet eine Damenabteilung
     
1896   Das Gauturnfest findet auf der Wiese gegenüber dem Hastener Bahnhof statt. Am 16. Dezember wird der Vorstand durch Versammlungsbeschluß zum Kauf eines Grundstücks für den Bau einer Turnhalle autorisiert
     
1900   Am 24. Februar erfolgt die Eintragung in das Vereinsregister. Das Grundstück Edelhoffstraße 45 wird gekauft. 5. Juli Grundsteinlegung der Turnhalle, 3. November erster Turnabend in der neuen Turnhalle.
     
1904   und 1908 werden Wettkämpfe von den "Alten" am Gaskessel Hölterfeld (Taubenstraße) durchgeführt.
     
1908   Der langjährige Vorsitzende Ernst Mebus stirbt. Aus der damals bestehenden Turnriege: Karl Bertram, Richard Hens, Adolf Selve, J. Erlenkötter, Willi Kirch, Fritz Selve, Fritz Jäger, Paul Leiendecker, Karl Steffens, Paul Jäger, Eugen Mesenhöller, F. Treide, Ewald Jäger, Eugen Reichenberg, Paul Völker, W. Heuser und Ernst Rauhaus wird eine Musterriege gestellt, die am Deutschen Turnfest in Frankfurt am Main teilnimmt.
     
1910   Die Aufnahme des Fußballspiels scheitert. Die Jugend spielt begeistert Schlagball unter Lehrer Baumeister.
     
1911   Die Durchführung des Gauturnfestes liegt wieder in den Händen des HTV. Es findet wieder auf der Wiese Luckhaus gegenüber des Hastener Bahnhofs statt.
     
1912   Richard Felde stiftet dem Verein eine neue Fahne. Der HTV tritt dem Verband der Remscheider Turn- und Sportvereine bei.
     
1913   Die aus dem Jahre 1908 bewährte Turnriege nimmt am Deutschen Turnfest in Leipzig teil.
     
1914   Frl. Hanni Schröder gründet eine Schülerinnenabteilung. Die Kriegsjahre 1914 - 1918 bedingen eine rückläufige Entwicklung des gesamten Vereinsgeschehens. Nachfolgende Turnbrüder verloren in dem Krieg 1914 - 1918 ihr Leben:

Emil Fleschenberg, Fritz Berger, Rudolf Maar, Fritz Dahm, Richard Mörchen, Gustav Selve, Robert Drees, Wilhelm Schumacher, Heinrich Vogt, Hans Happel, August Diederichs, Karl Zapp, Hermann Treide, Paul Müller und Friedrich Wagner.
     
1918   Der Turnbetrieb wird wieder aufgenommen.
     
1919   Eine Knaben- und eine Spielabteilung werden gegründet. Schlagball, Schleuderball, Faustball und Fußball werden gespielt.
     
1920   Heinrich Müller kommt aus Rheinböllen zum HTV und nimmt bis 1955 entscheidenden Einfluß auf die turnerische Entwicklung im Verein und im Bergischen Turngau.
     
1921   In der Stadtparkhalle findet das erste öffentliche Schauturnen anläßlich des 50jährigen Bestehens des HTV statt. Die "Spiel- und Sportabteilung des Hastener Turnvereins 1871" wird in den HTV-Satzungen verankert. Die Handballabteilung wird gegründet und das Handballspiel unter Spielobmann Karl Brunsberg geleitet.

Der Sportplatz an der Oberhützer Straße wird gebaut und eingeweiht. Die Tribüne in der Turnhalle wird abgebaut, die Badeeinrichtung verkauft, sowie ein Vorstandszimmer und ein Umkleideraum gebaut.
     
1922   Das erste Handball-Meisterschaftsspiel wird gegen den Reinshagener Turnerbund 4:0 gewonnen. Die 1. Mannschaft wird Gaumeister. Sie verteidigt den Titel bis 1927.
     
1923   Inflation, Stromsperren, Kohlenmangel und die französische Besatzungsmacht bereiten unserem Vereinsbetrieb Schwierigkeiten. Die Teilnahme unserer Sportler am Deutschen Turnfest in München wird verboten. Trotzdem gelingt es einigen Idealisten illegal nach München zu reisen.
     
1924   Dank ihrer Spielstärke wird die 1. Handballmannschaft dem Gau Köln zugeteilt. Am 1. Januar entscheidet sich die Versammlung im Streit der Dachverbände "Deutsche Turnerschaft" und "Westdeutscher Spielverband" für die "Deutsche Turnerschaft". Folgen dieser Entscheidung sind Abmeldungen, Ausschlüsse, eine Klage beim Landgericht Wuppertal und die Einstellung des Fußballspieles. Handballer und Turner schließen sich zur "HATU-Riege" zusammen.
     
1925   bis 1927 erlebt die Handballabteilung ihren Höhepunkt. Man spielt gegen Bingen, Andernach, Mühlfort, Dülken, Gräfrath, Unterbarmen und beim Pokalturnier in Wermelskirchen.
     
1927   Im Februar bestreitet die Handballmannschaft ihr 100. Spiel gegen den TV Mittelbarmen. Der HTV wird zum 6. mal hintereinander Gaumeister.
     
1928   Es beginnt die Zeit der großen Schau- und Wettkämpfe im Kunstturnen unter Leitung von Heinrich Müller und Wilhelm Blombach. Gegner sind ETG Wuppertal, Köln 1846, TG Witten, TG Langerfeld, Horrem-Troisdorf, Mönchen-Gladbach, Eichen-Iserlohn, TG Kassel und Germania Hagen. Die 1. Riege, zum Teil die Gaumusterriege und Teilnehmer von der Rheinlandriege werden gestellt von:
Hubert Burkert, Karl Dominicus, Willi Dächer, Karl Herberg, Heinrich Hardt, Karl Kinkel, Rudolf Kraft, Kurt Liebaug, Heini Merten, Willi Nigge, Willi Reinbott, Eugen Scherber, Lorenz Schneider, Eugen Steffens, Emil Schubeius, Willi Ullrich, Gerhard Wilmsen.

Nigge, Schneider und Ullrich werden Sieger bei den Gerätemeisterschaften und den Deutschen Kampfspielen. Nigge wird in die Deutschlandriege, Schneider in die Olympia-Kernmannschaft berufen.
Auf dem Deutschen Turnfest in Köln zeigt die 1. Riege bei einer Bühnenvorführung Freiübungen.

Erfolgreichste Turnerinnen bis 1938 sind: Änne Hanenberg, Luise Hanenberg, Kläre Hindrichs, Herta Frantzen, Henny Müller, Luise Müller, Lina Neuhaus, Margret Nigge und H. Salthammer.
Handballspieler in dieser Zeit sind: Emil Schubeius, Paul Schubeius, Adolf Picard, Hans Wülfing, Paul Jacobi, Reinhard Herbertz, Cuno Forst, Karl Küster, Kurt Liebaug, Werner Liebaug und Alfred Kunst.

     
1929   Es wird eine Sternwanderung nach Plettenberg durchgeführt. Emil Schubeius fährt mit einer Jugendgruppe zum Jugendtreffen nach Wunsiedel. Am 27. Mai wird mit dem Bau des Vereinseigenheimes begonnen. Die Einweihung findet im November statt.
     
1930   Die Ehrentafel für die Gefallenen des 1. Weltkrieges wird eingeweiht.
     
1931   Aus Anlaß des 10jährigen Bestehens der Handballabteilung findet ein Jubiläumsturnier mit 12 teilnehmenden Mannschaften viel Anklang. Eine Tischtennisabteilung wird gegründet.
     
1932   Die 1. Handballmannschaft wird Kreismeister und Pokalsieger in Remscheid-Goldenberg.
     
1933   NSDAP und Staatsführung greifen in das Vereinsgeschehen ein. - Zusammenarbeit mit der Partei und Teilnahme an Parteiversammlungen werden zur Pflicht. Reinhard Mesenhöller muß sein Amt als 1. Vorsitzender niederlegen. - Heinrich Müller stellt sein Amt zur Verfügung. - Die 1. Riege erhält den Namen "Heinrich-Müller-Riege".
     
1934   Die Eingliederung des Vereins in die Fachgruppe Turnen des "Reichsbundes für Leibesübungen" wird vorgenommen.
     
1935   Zu einem Handball-Länderspiel wird Willi Oberberg in die Nationalmannschaft berufen.
     
1936   Auf Anordnung der Reichsjugendführung wird die Kinderabteilung aufgelöst. Willi Oberberg nimmt an einem Lehrgang der deutschen Olympiamannschaft teil.
     
1937   Die NSDAP drängt auf Zusammenarbeit der in Hasten tätigen Sportvereine. - Es wird eine Arbeitsgemeinschaft HTV und Germannia Hasten gebildet.
     
1938   Max Putsch legt das Amt des 1. Vorsitzenden nieder. Nachfolger wird Arthur Blanke, der erst 1941 von der Ortsgruppenführung bestätigt wird.
     
1939   Die Turnhalle wird von der Wehrmacht belegt.
     
1941   Die Jugend wird in die HJ oder dem BDM eingegliedert. Die Handballabteilung veranstaltet trotz Krieg ein Handballturnier aus Anlaß ihres 20jährigen Bestehens.
     
1942   bis 1945 wird der Turn- und Spielbetrieb eingestellt. Die Halle wird mit internierten Italienern belegt.
     
1945   Beim Einmarsch amerikanischer Truppen wird die Turnhalle von den Italienern stark beschädigt. Karl Musch und Reinhard Mesenhöller bemühen sich nach Lockerung des Besatzungsstatutes um die Wiederbelebung des Vereins. Am 29. September erfolgt der Zusammenschluß des HTV 1871 e.V. mit dem Rasensportverein Germania. Der neue Verein lautet "Hastener Turn- und Sporverein 1871 e.V.".

Vorstand des neuen Vereins:    
     
Ehrenvorsitzender:   Reinhard Mesenmöller
     
2. Vorsitzender:   Karl Nusch
     
1. Schriftwart:   Karl Schönweiß
     
1. Turnwart:   Eugen Scherber
     
Kassenwart:   Gustav Schleutermann
     
Spielwart:   Alfred Klöß

Die Handball- und Kinderabteilung wird wieder aktiviert. Karl Nusch wird 1. Vorsitzender. Nachstehende Turnbrüder verloren in dem Krieg 1939-1945 ihr Leben:

Arthur Blanke, Rudi Blecher, Heinz Brenk, Rudi Brunsberg, Herbert Burkert, Karl Dominicus, Karl-Heinz Dreyer, Werner Engels, Helmut Ferber, Ewald Hausels, Richard Henz, Adolf Hessenbruch, Franz Kipphen, Rudolf Koch, Willi Krausenberger, Paul Krei, Willi Krüger, Herbert Lauert, Karl-Heinz Lenzing, Rudi Manns, Heinz Müller, Willi Nigge, Wilhelm Nölle, Walter Nusch, Karl-Heinz Picard, Hans Putsch, Karl Schanzenbächer, Max Schleutermann, Ernst Schmidt, Kurt Schöneweiß, Ernst Schubeius, Adolf Selve, Willi Ullrich, Paul Velte, Rudi Wilms, Alfred Wirths, Eugen Wolff, Karl-Heinz Zakrzewski, Theo Zecher, Heinz Zecher.

     
1946   Das erste Stiftungsfest nach dem Kriege wird aus Anlaß des 75jährigen Vereinsjubiläums und 25jährigen Bestehens der Handballabteilung im Werkssaal der Firma Keiper gefeiert. 16 Mannschaften nehmen am Jubiläums-Handballturnier teil. Die ersten Handballspieler nach dem Kriege sind: Werner Mühlhoff, Kark Küster, Robert Wolff, Hans Schumacher, Hans Endruweit, Erwin Snigulla, Jack Hechinger, Werner Schulze, Adolf Picard, Fritz Neveling und Herbert Putsch.
     
1947   Der alte Vereinsname wird wieder angenommen. Das neue Vereinsabzeichen wird eingeführt. Das Tischtennisspiel wird wieder aufgenommen. Die 1.. Mannschaft wird Kreismeister. Die 1. Handballmannschaft steigt nach Erringung der Kreismeisterschaft in die Bezirksklasse auf. Eine Vereinszeitung wird ins Leben gerufen. Sie stirbt aber nach zwei Ausgaben.
     
1948   Die Instandsetzungsarbeiten an der Turnhalle werden abgeschlossen, dank der Bemühungen Gustav Schleutermanns. Die 1. Handballmannschaft wird Bezirksmeister und steigt in die Landesliga (zweithöchste Spielklasse) auf. Oberberg, Altenpohl und Neveling spielen in der Stadtauswahl.
     
1950   Heinrich Müller übernimmt die Altersabteilung, welche das Prellballspiel aufnimmt. Die 1. Handballmannschaft gewinnt den Pokal im Hilgener Turnier endgültig.
     
1951   Die 30jährige Handballabteilung veranstaltet ein Jubiläumsturnier. Die 1. Mannschaft fährt nach Langenthal in der Schweiz. Die A-Jugend wird Kreismeister im Hallenhandball.
     
1952   Der Fußballclub SC West wird gegründet und spielt in der 2. Kreisklasse.
     
1953   Die Prellballmannschaft der Männer wird in Hamburg 2. Turnfestsieger. Der Tod von Karls Brunsberg ist für die Handballabteilung ein schwerer Verlust. Die 1. Mannschaft steigt in die Bezirksklasse ab, wird aber Sieger des RGA-Turniers.
     
1954   Die Instandsetzungsarbeiten am Sportplatz Oberhützer Straße werden abgeschlossen. Die 1. Handballmannschaft schlägt im Entscheidungsspiel TG Lennep mit 1:7 und steigt wieder in die Landesliga auf. Beteiligter Spielerkreis war: Walter Steinhaus, Herbet Eulerich, Fritz Neveling, Heinz Ohlenhardt, A. Kratzenberger, Gerhard Fromm, Günter Tesche, Klaus Hoppe, H. O. Seinsch, Hans Böcker und Gerd Müller. Betreuer war Willi Oberberg.
     
1955   Der Jugendraum wird eingeweiht. Die Prellballmannschaft der Frauen wird Gaumeister und verteidigt diesen Titel bis 1961 unter Mitwirkung von: Änne Gommann, Liesel Meyer, Ruth Seewald, Traudi Schröder und Uschi Ortlöpp.
     
1956   Nach dem Tod von Gau- und Vereins-Altersturnwart Heinrich Müller übernimmt Eugen Steffens dessen Ämter. Am 25. November wird die Ehrentafel für die Gefallenen des 2. Weltkrieges enthüllt. Es beginnt die Zeit der Freundschaftstreffen und Turnvergleichswettkämpfe mit und gegen Jahn Remscheid, TV Graben, Jahn Lüdenscheid, TG Barmen, TV Goldenberg, TV Roßbach, u.a..
     
1957   Die Frauen-Prellballmannschaft wird Rheinischer Meister.
     
1958   Auf dem Deutschen Turnfest in München werden diee Prellballfrauen und die 1. Jugendmannschaft (Männer) Turnfestsieger.
     
1959   Die Mannschaft der Frauen wird auf dem Alterstreffen in Mainz Prellball-Turnfestsieger.
     
1960   Martin Imme übernimmt das Amt des 1. Vorsitzenden von Karl Nusch. Die A-Jugend wird Kreismeister.
     
1961   Das 90jährige Bestehen des Vereins und das 40jährige Jubiläum der Handballabteilung werden als Stiftungsfest, organisiert von Oberturnwart Emil Schubeius, begangen. Die Prellballabteilung im HTV veranstaltet ihr erstes Turnier.
     
1962   Der HTV nimmt an der Veranstaltung "650 Jahre Remscheid-Hasten" des Hastener Verkehrsvereins teil. Im Hallenhandball gelingt der 1. Mannschaft der Aufstieg in die Kreisliga. Die A-Jugend erringt im Feld- und Hallenhandball die Kreismeisterschaft.
     
1963   Horst-Adolf Hosters befindet sich zur Ausbildung als Vereinsturnlehrer auf der Turnschule in Frankfurt. Die Handball-A-Jugend zeltet in Hinterzarten im Schwarzwald.
     
1964   Die A-Jugend der Handballer wird Kreismeister im Hallenhandball. Die 1. Mannschaft fährt nach Langenthal in die Schweiz.
     
1965   HTV-Mitglieder tragen den langjährigen, rührigen Vorsitzenden (1946 bis 1960) Karl Nusch zu Grabe. Die Mannschaft der Prellballfrauen Klasse II erringt den deutschen Meistertitel. Unsere Prellballfreunde aus Schladming in Österreich kommen erstmals zu Besuch nach Remscheid. Die 1. Handballmannschaft wird Bezirksmeister und steigt erneut in die Landesliga auf.
     
1966   Der Oberbürgermeister der Stadt Remscheid empfängt unsere Prellball-Frauenmannschaft zu einer Ehrung. Die Handball-A-Jugend wird wieder Kreismeister im Hallenhandball. Am 30. April wird mit der notwendig gewordenen Instandsetzung unseres Sportplatzes an der Oberhützer Straße begonnen.
     
1967   Im Prellball wird die Mannschaft der Frauenklasse III Deutscher Meister. Die Abteilung "Sport für Jedermann" wird eingeführt und von Fritz Seewlad betreut. Die 1. Handballmannschaft wird Gruppensieger im Hallenhandball. Willi Oberberg legt sein Amt als Abteilungsleiter der Handballabteilung nieder. Die Nachfolge tritt Willi Eigenwillig und später Fritz Neveling an. Am 30. April sind die Arbeiten am Sportplatz abgeschlossen.
     
1968   Walter Picard jr. übernimmt mit Beginn des Jahres den Vorsitz. Die Altersabteilung besteht 75 Jahre. Aus diesem Anlaß organisiert Eugen Steffens für 200 Teilnehmer das Gaualtersturnfest. Eine Tischtennisabteilung wird wieder neu gegründet und von Hans Koch geleitet. Erste Kontaktgespräche zwischen dem HTV und dem SC West über eine evtl. Fusion werden geführt.
     
1969   Im Vereinsheim werden bauliche Veränderungen vorgenommen. Gesellschafts- und Jugendraum, sowie Wohnungen und Gastwirtschaft werden renoviert.
     
1970   Mit den Beschlüssen der zuständigen Versammlungen (HTV am 22. Mai und SC West am 19. Juni) werden die Vorstände autorisiert die Fusion zu besiegeln. Mit der neuen Fußballsaison 70/71 beginnt der gemeinsame Weg. Die neue Fußballabteilung des HTV unter Leitung von Hans Böcker, Lothar Neumann, Günther Mittelstädt, Harald Seibert, Heinz-Jürgen Schmitz und Manfred Ripsch beginnt mit drei Senioren- und zwei Jugendmannschaften. Die 1. Handballmannschaft im Feldhandball steigt in die Verbandsliga auf. Die A-Jugend wird erneut im Feld- und Hallenhandball Kreismeister. Im Herbst findet die zweite Fusion statt. Die Spielvereinigung Volksjugend / Güldenwerth unter Leitung von Willi Breidenbach, Friedel Latussek und Friedrich Jünger schließt sich dem HTV an. Danach starten die Handballer mit fünf Senioren- und vier Jugendmannschaften in die neue Saison. Erneut wird der Versuch unternommen, zur Information aller Mitglieder über das Vereinsgeschehen, eine Vereinszeitung herauszugeben.
     
1971   100 Jahre HTV werden in der Festwoche vom 12.-22. Juli in Gemeinschaft mit dem Verkehrsverein Hasten gefeiert. Höhepunkt war der große Festzug am 20. Juli unter Beteiligung aller Hastener Vereine sowie vielen befreundeten Turn- und Sportvereinen. Martin Imme wird wegen großer Verdienste die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt.
     
1972   Auf der Jahreshauptversammlung wird durch Satzungsänderung das Wahlalter von 21 auf 18 Jahre herabgesetzt.
     
1973   Walter Picard sen., 1. Vorsitzender von 1966 - 1971, Freund und Gönner des HTV, wird im Mai zu Grabe getragen. Ein schmerzlicher Verlust für den Verein.
     
1974   Die Jahreshauptversammlung wählt erstmals für die Vereinsführung ein Präsidium mit 3 gleichberechtigten Mitgliedern: Walter Picard, Christa Kösching und Hans Bernd Dollasé. Am 22. September wird die Sporthalle Hölterfeld eingeweiht mit vielen Trainingsstunden für den Verein. Feldhandball geht dem Ende entgegen.
     
1975   Harald Seibert organisiert eine Himmelfahrtswanderung mit 150 Teilnehmern. Die Prellballer machen Furore. In der Rheinlandklasse machen die Damen Karin Müller, Margit Faßbender, Helga Dollasé, Christa Kösching und Ruth Seewald einen 4. Platz hinter Wülfrath, Kleve und Köln.
     
1976   Unser Sportplatz, der nur noch von den Fußballern genutzt wurde, wird vom Fußballkreis Remscheid für nicht spielfähig erklärt. Die Kosten für eine Renovierung sind nicht tragbar. Auch größere Aufwendungen an der Turnhalle sind dringend notwendig, Zuschüsse hierzu von Stadt und Land werden nicht bewilligt.
     
1977   Finanzielle Forderungen von Handball- oder Fußballspielern werden vom Verein nicht akzeptiert. Der Schwerpunkt beim HTV liegt im Breitensport und in der Jugendarbeit. Die von einem Teil umstrittene Entscheidung wird von der Mehrheit der Mitglieder unterstützt und getragen.
     
1978   Die Mitglieder werden mit dem "verwegenen" Plan der Erstellung eines neuen Vereinszentrums mit Tennishalle und Tennisaußenplätzen bekannt gemacht.
     
1979   Unsere Turnhalle wird im Sportstätten-Leitplan der Stadt Remscheid für baufällig ausgewiesen und für den Sportbetrieb gesperrt. Christa Kösching scheidet aus dem Präsidium aus, an ihre Stelle tritt Fritz Neveling. Vorstellung des Bauvorhabens "Neues Vereinszentrum" auf der Jahreshauptversammlung. In der Abstimmung ist eine große Mehrheit für die Realisierung. Die Prellballmannschaft der weibliche Schülerinnen qualifiziert sich für die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft in Bielefeld. Es spielten Anke Salogge, Birgit Trusheim, Claudia van Hasteren, Birgit Kutscher und Birget Göttert.
     
1980   Walter Picard scheidet aus dem Präsidium aus, an seine Stelle tritt Klaus Krielke. Die Turnhalle an der Edelhoffstraße wird für DM 350.000,-- verkauft. Projekt und Finanzierungsplan für das neue Vereinszentrum (ca. 2,5 Millionen DM) werden durch die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung genehmigt. Am 26. Juni wird der Bauantrag unterzeichnet und eingereicht. Vom Regierungspräsidenten wird ein Zuwendungsbescheid in Höhe von DM 446.000,-- erteilt (zinslos, muß in jährlichen Raten zurückgezahlt werden). Die Stadt Remscheid bewilligt einen Zuschuß in Höhe von DM 661.550,--, durch zwei große Spenden von unseren Mitgliedern Walter und Klaus Picard sowie Robert Wolff wird uns die Finanzierung sehr erleichtert. Die Baugenehmigung wird erteilt und der Gesamtauftrag vergeben. Am 24. Oktober wird die Baustelle errichtet.
     
1981   Am 5. Juni feiert der Verein Richtfest und am 9., 10. und 11. Oktober erfolgt die Einweihung sowie ein Festakt für 110 Jahre HTV und 60 Jahre Handballabteilung.
     
1982   Am 23. September verstirbt Walter Picard. Es war lange Jahre Präsident und Gönner des Vereins. Ein seht schwerer Verlust für uns alle. Der Ausbau des Jugendraumes sowie die Außenanlage nimmt Formen an.
     
1984   Die Tennishalle wird in der Optik verbessert. Die "unendliche Geschichte" des Sportplatzes Holz geht weiter, ein neuer Platz wird Ende September eingeweiht, leider ohne Umkleide- und Waschräume; Schilda läßt grüßen.
     
1985   Klaus Krielke scheidet aus dem Präsidium aus, an seine Stelle wird Karl Hahn gewählt. Neuer Hauptkassierer wird Horst Hermes.
     
1986   Trotz laufender Zusage der Politiker geschieht nichts mit dem Sportplatz Holz.
     
1988   Eine grundlegende Bodenerneuerung der Tennisplätze wird beschlossen, außen Asche und in der Halle Kunstrasen/Quarzsand. Der harte Green-Set-Boden ist nicht mehr zumutbar. Voraussichtliche Kosten ca. DM 200.000,--.
     
1989   Am 30 April und am 1. Mai werden die neuen Außenplätze mit einem Tennisturnier eingeweiht.
     
1990   Am 12. Februar verstirbt Günter Mittelstädt. Eine ca. 50jährige ehrenamtliche Tätigkeit, sowohl als Gründungsmitglied von Fortuna Holz bzw. dem SC West als auch für unseren Verein als Geschäftsführer findet ein schnelles Ende. Für uns ein sehr schwerer Verlust.
     
1991   Einige Verbesserungen in der Tennishalle werden beraten, die entsprechenden Aufträge vergeben.
     
1992   Unsere Jugendhandballer der B- und C-Jugend steigen in die Oberliga auf.
     
1993   Eugen Steffens, ein ganz großer Turner, verstirbt am 7. Januar. Er hat durch seine ehrenamtlichen Tätigkeiten in Jahrzehnten die Turnabteilung im HTV geprägt. Die Prellballer steigen in die 2. Bundesliga auf, ein riesiger Erfolg.
     
1994
  Lothar Müller und Dieter Frielinghaus werden in den Vorstand gewählt, Marlies Picard scheidet aus. Karl Hahn verläßt das Präsidium, an seine Stelle tritt Hans-Gerd Jaeger.
     
1995   Auf Wunsch vieler Mitglieder kommt der Bau einer Terrasse ernsthaft in Gespräch.
     
1996   Der HTV besteht 125 Jahre, die Handballabteilung 75 Jahre, die Fußballabteilung 50 Jahre. In einer Festwoche vom 10.-16. Juni wird dieser 3 Daten gedacht.
  
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